Morton Neuralgie / Morton Neurom

Als Morton Neuralgie wird eine schmerzhafte Erkrankung des Fußes bezeichnet, welche einer vermehrten Druckbelastung der plantaren Nerven zwischen den Mittelfußköpfchen und daraus resultierend zu einer Bindegewebswucherung (Fibrose) rund um die belasteten Zonen mit Einengung der Nerven geschuldet ist. Meist ist der Raum zwischen der 3. und 4. Zehe und/oder der 2. und 3. Zehe betroffen. Gelegentlich kann diese Erkrankung auch beidseits auftreten. Auch eine Auftreibung des Nervs selbst wird beobachtet (Neurom). Ein Spreizfuß und das Tragen von engem, spitzzulaufendem Schuhwerk begünstigen die Entstehung dieser Erkrankung. Patientinnen und Patienten beschreiben die Beschwerden meist mit punktuellen, brennenden, stechenden Schmerzen gepaart mit Taubheitsgefühlen oder Missempfindungen an den betroffenen Stellen. Am häufigsten sind Frauen zwischen dem 30. Und 50. Lebensjahr betroffen.

Therapie:  Zu Beginn können gezielte Infiltrationen mit Lokal-Anästhetikern und Cortikoiden diagnostisch und therapeutisch helfen. Weiters kommen Weichbettungen und Einlagenversorgung als konservative therapeutische Maßnahmen zum Einsatz. Sollten die Beschwerden jedoch weiter anhalten, ist eine operative Entfernung des Neuroms angezeigt.